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Ein FSJ'ler berichtet



Eine Gruppe junger Männer, die sich für das Freiwillige Sozile Jahr statt Zivildienst entschieden haben

Freiwilliges Soziales Jahr

Deine Alternative zum Zivildienst

Mein Name ist Roberto Hörlbacher und ich habe ein Freiwilliges Soziales Jahr bei Mission EineWelt Referat Entwicklung und Politik von 2007 bis 2008 absolviert.

 

Vor einem Jahr habe ich mein Abitur abgeschlossen und ich musste mich danach auf die Suche nach einer Zivildienststelle machen. Ich wollte aber mehr als ein „Zivi“ sein und bin somit auf die Idee gekommen ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen.

Als FSJler (so wird man als Freiwilliger genannt) hat man mehr Verantwortung als ein Zivi, da man in vielen verschiedenen Bereichen tätig werden kann. Es gibt verschiedene Arten von FSJ, wobei sich die meisten im Bereich der Kinder- und Behindertenarbeit befinden. Ich wollte mich aber mehr imentwicklungspolitischen Bereich engagieren, und bin so auf Mission EineWelt gestoßen.

 

Was man bei Mission EineWelt so macht, ist ehrlich gesagt schwer kurz zu erklären, aber ich werde versuchen das Wesentliche zu erwähnen. Vorab muss erwähnt werden, dass es nicht‚ die Hauptaufgabe für den FSJler gibt. Bei Mission EineWelt bekommt man viele kleinere und größere wichtige Aufgaben zugeteilt, die am Ende ein großes Ganzes ergeben.

Zum Beispiel, gibt es bei Mission EineWelt Nürnberg die Möglichkeiten pädagogische Kisten

auszuleihen, die bei Projekten in Schulen, Gemeinden oder anderen Aktionen eingesetzt werden. Diese Kisten (z.B. Kakaokiste, Fußballkiste, usw.) müssen pünktlich an den Ausleiher verschickt werden und bei Rücksendung sorgfältig kontrolliert werden. Außerdem ist es nötig deren Inhalt wirklich gut zu kennen, damit man Interessenten beraten kann, welche Kiste für ihr Projekt geeignet ist. Dies war Teil meines Jobs und ich muss sagen, dass ich diese Aufgabe wirklich interessant fand!

 

Bei den Aktionen, wie Festen und Seminaren von Mission EineWelt musste ich als FSJler immer dabei sein. Aber dieses muss hat sich schnell in ein „schön, dass ich mitmachen kann“ umgewandelt. Dort war ich meistens für die Technik und Ausgestaltung einzelner Aktivitäten verantwortlich.

 

Ich konnte als FSJler auch meine EDV-Kenntnisse erweitern. So war die Gestaltung von Faltblättern und Einladungen zu Veranstaltungen mit „InDesign“ auch ein großer Teil meines Jobs, der mir immer viel Spaß gemacht, auch wenn die Fertigstellung manchmal mehr als 3 Stunden gedauert hat!

 

Außerdem konnte ich beim IEF-Programm (Internationale Evangelischen Freiwilligendienst) von Mission EineWelt mitwirken. So war ich bei den Auswahlgesprächen der Kandidaten dabei und habe sie dann bis zu ihrer Ausreise begleitet. Dies beinhaltete vor allem, dass ich bei deren Seminaren dabei war und zur Gestaltung beigetragen habe.

 

Natürlich hat ein FSJler bei Mission EineWelt auch Kleinigkeiten, wie „Postverwaltung“, E-Mails weiterleiten und den Raum für Konferenzen vorbereiten, zu erledigen, was zwar weniger spannend, aber trotzdem wichtig ist.

 

Aber nicht nur die Arbeit bei Mission EineWelt an sich war interessant, sondern auch die von der Diakonie veranstalteten Seminare waren wunderschön. Als FSJler hat man 25 Schulungstage zu absolvieren, was mir anfangs erschreckend viel erschien. Am Ende hätten es aber ruhig mehr sein dürfen! In diesen Schulungen, die jeweils ein Woche dauern, bekommt man vieles verschiedenes beigebracht.

Unsere Gruppe FSJler beschäftigte sich mit Medien, Globalisierung, Kommunikation, allgemeine Pflege von Kindern und Behinderten und Psychologie. Außerdem hatte unsere Gruppe die Möglichkeit neue Orte kennen zu lernen.

Die Tagungsstätten befanden sich in Stein, Prackenfels, Pappenheim und Neuendettelsau kleine Ortschaften, die ungefähr eine Stunde Zugfahrt von Nürnberg entfernt sind. Am Anfang haben wir uns darüber geärgert. Wir haben uns immer gefragt, warum die Diakonie uns in so abgelegene Orte geschickt hat, in welchen wir auch oft um unseren Handyempfang gekämpft haben. Am Ende war das aber egal. Wir waren froh dabei gewesen zu sein; wir sind als Gruppe gewachsen und sind alle Freunde geworden.

 

Ich bin froh, dass ich ein FSJ gemacht habe, weil man sich damit selbst besser kennen lernen kann. Es hilft einem auch bei der Entscheidung darüber, was man in Zukunft machen will. Außerdem erlebt man etwas ganz Neues und lernt auch das Arbeitsleben am eigenen Leib kennen. Ich kann nur sagen, dass ich mein FSJ vermissen werde und ich dieses Jahr nie vergessen werde!

 

Es ist Deine Alternative zum Zivildienst!!!

 

Roberto Hörlbacher

Freiwilliges Soziales Jahr Diakonie Bayern 2007-2008