Fragen & Antworten
Wie kann ich die Arbeit in der Diakonie kennen lernen?
Ausbildungsstätten und große Diakonieeinrichtungen bieten Informationsveranstaltungen und „Tage der Offenen Tür“, bei denen Interessierte immer herzlich willkommen sind. Vielfach gibt es auch Schnuppermöglichkeiten in den Ferien oder an Wochenenden. Vielleicht entwickelt sich aus einer solchen Kontaktaufnahme der Wunsch zur ehrenamtlichen Mitarbeit, die mehr Einblicke gewährt und Zeit für die Entscheidung lässt.
Wie sieht es mit finanzieller Förderung aus?
Am besten rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung bei der Agentur für Arbeit anfragen. Für eine Förderung kommt auf die persönlichen Voraussetzungen an. Einzelheiten sind bei den Ausbildungsstätten bzw. beim Studentenwerk für den Hochschulbereich zu erfragen.
Gibt es Interessantes für Umsteiger?
Eines lässt sich mit gutem Gewissen sagen: Berufliche Umsteiger sind in den meisten Berufen gesuchte Leute. Sie haben den Vorteil, längere Zeit in einem anderen Beruf gearbeitet zu haben und bringen daher eine Portion Lebenserfahrung mit. Das erleichtert den verantwortungsvollen Umgang mit kranken, alten oder behinderten Menschen – und auch mit Mitarbeiter/innen.
Wie steht es mit den Verdienstmöglichkeiten?
Das Entgelt richtet sich nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Bayern (AVR-Bayern). Dabei ist die Tätigkeit für die Höhe des Entgelts von Bedeutung. Daneben erhalten die Mitarbeitenden Sozialleistungen in Form einer Beihilfeversicherung und einer zusätzlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung. Eine Sonderzahlung wird im November jeden Jahres bezahlt in Höhe von 80 % eines monatlichen Entgelts. Diese Angaben entsprechen dem Stand der Drucklegung.
Gibt es Aufstiegschancen?
Aufstiegschancen hat man in (fast) allen Berufen, etwa durch Übertragung einer höherwertigen Funktion. Dazu sind in der Regel Fort- und Weiterbildungen Voraussetzung.
In der Krankenpflege und in der Altenpflege kann man zum Beispiel die Gruppenleitung, Stationsleitung, Abteilungsleitung, Pflegedienstleitung oder die Leitung einer Diakonie- oder Sozialstation übernehmen. Man kann sich zur Unterrichtskraft oder zur Fachkrankenschwester
Auch in den pädagogischen Berufen gibt es vielerlei Aufstiegsmöglichkeiten. Erzieher/innen können zum Beispiel Gruppenleiter/innen werden, eine Kindertagesstätte leiten oder sich eventuell an der Fachhochschule weiterbilden.
Zusatzausbildungen gibt es in musisch-pädagogischen, heilerzieherischen und handwerklich-pädagogischen Bereichen.
Heilerziehungspfleger/innen haben die Möglichkeit, Gruppen-, Abteilungs-, Erziehungs- oder Bereichsleiter/innen zu werden oder Praxisanleiter/innen, Fachberater/innen oder Leiter/innen von Freizeiteinrichtungen. Eine Zusatzqualifizierung in Heilpädagogik oder Logopädie ist möglich.
Mit welchen Belastungen muss man rechnen?
Im Umgang mit Menschen bleibt die Begegnung mit Leid und Ängsten, Schmerzen und Tod nicht aus. Schwer zu verkraften ist außerdem die Erfahrung, dass Hilfe an Grenzen stößt und nur von kleinen Fortschritten oder manchem Rückschlag begleitet sein kann. An die seelische Belastbarkeit sind also Anforderungen gestellt. Die Pflege kann auch körperlich ziemlich anstrengend sein. In einer ganzen Reihe von Berufen muss man abends, nachts oder am Wochenende arbeiten, zu Zeiten also, wenn andere längst Feierabend haben.
Was ist das Diakonische Werk Bayern?
Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern ist das Diakonische Werk Partner staatlicher und kommunaler Organe sowie von anderen Trägern sozialer Arbeit in Bayern. Es vertritt diesen gegenüber die Belange seiner mehr als 1.300 Mitglieder. In der bayerischen Diakonie gibt es gegenwärtig knapp 3.000 Einrichtungen, z.B. Häuser und Heime für Seniorinnen und Senioren, Behinderte, Kranke, Pflegebedürftige, für Kinder, Jugendliche, Erholungssuchende, Tageseinrichtungen wie Kindergärten oder Altentagesstätten, Bezirks- und Beratungsstellen, 230 Diakonie-/ Sozialstationen, mobile Hilfsdienste, Clubs bzw. Treffpunkte sowie Selbsthilfegruppen. 35 Bezirksstellen vertreten das Diakonische Werk Bayern in den Dekanaten. Über 60.000 Mitarbeiter/innen sind voll- und teilzeitbeschäftigt, etwa 13.000 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich tätig.



